Von Was zum Wie: Die befreiende Kraft der Zurückhaltung

In diesem Kurs lernen wir, Lösungen für belastende Probleme zu finden, indem wir nicht das
Problem direkt angehen, sondern unsere Beziehung zu ihm so gestalten, dass aus ihr hilfreiche
Gedanken auftauchen können.
Lösende Gedanken lassen sich nicht erzwingen. Ihre Stimmigkeit kann man nicht logisch
herleiten. Sie tauchen unkontrolliert aus einer hilfreichen Richtung auf.
Das Auftauchen lösender Gedanken kann man aber systematisch begünstigen. Es ist viel
einfacher, die Beziehung zu einem Problem günstig zu gestalten, als das Problem selbst zu
lösen. Also das Wie des Denkens zu ändern, so dass es von selbst leichter zu einem zuvor
ungesehenen Was kommen kann.

Wir stellen einerseits einfache Änderungen am Wie des Denkens vor, die einen
großen Einfluss auf unsere Fähigkeit haben, Lösungen zu generieren.
Wir üben, Distanz zu gewinnen durch innere Sicherheit und lernen die Distanz zu inneren
Anteilen zu gestalten, z.B. hinsichtlich ihrer Entfernung, Richtung oder Dämpfung. Wir befrieden
innere Konflikte durch Würdigung ihrer Seiten.
Wir wenden solche Änderungen an praktischen Beispielen an und sehen sie in vielen Kontexten
zur Wirkung kommen.
Andererseits finden wir einprägsame, körperliche Bilder für die Überwindung inhaltlicher
Fixierung in Übungen aus der chinesischen Kampfkunst Tai Chi. In Einzel und Paar Übungen
lernen wir zu unterscheiden, ob wir uns fixieren lassen oder so mit einem Impuls mitgehen, dass
er sich unwillkürlich wandeln kann.
Wir üben diesen Unterschied so ein, dass er dem Unbewussten auch in verbalen und
gedanklichen Kontexten zugänglich wird und uns die Fokussierung auf hilfreiche Änderungen
möglich macht.
Teilnehmer sind eingeladen, Beispiele zur Bearbeitung einzubringen. Arbeitsblätter und Literatur
stützen die Übungen ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen